krimi

Alfred Bodenheimer – Kains Opfer

Kains Opfer von Alfred BodenheimerBuchbeschreibung
Gabriel Klein ist Rabbiner in einer jüdischen Gemeinde in Zürich. Als ein Lehrer der jüdischen Schule tot aufgefunden wird, ist der Rabbi einfach nur entsetzt. War er nicht erst vor einigen Tagen bei ihnen zu Besuch? Klein hat ihn als guten Menschen und hervorragenden Lehrer kennengelernt.

Die Polizei ermittelt natürlich ebenfalls und benötigt die Dienste von Klein für einige Übersetzungen aus dem Hebräischen, da die amtliche Übersetzerin nicht zur Verfügung steht. Beim Studium der Unterlagen kommt Klein einer brisanten Geschichte auf die Spur, die ihn hinter dem Rücken der Polizei ermitteln lässt.

Meine Meinung
Ich habe dieses Buch eher zufällig entdeckt, nämlich beim Studium des aktuellen Lese-Magazins von Orell Füssli. Darin ist ein Interview mit dem Autoren Alfred Bodenheimer abgedruckt. Natürlich wurde ich sofort neugierig.

Ein Krimi der in Zürich spielt, wo ich mich doch ein bisschen auskenne und mit Hauptpersonen welche sich zum grössten Teil in der jüdischen Kultur Zürichs bewegen, reizte mich sehr.

Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Das Buch ist mit 224 Seiten doch sehr dünn, allerdings kann man nicht sagen, dass etwas in diesem Buch zu kurz gekommen ist. Der Kriminalfall war sehr spannend erzählt und es war doppelt spannend, da man auch sehr viel über das jüdische Leben in Zürich erfährt. Ich würde für das Lesen dieses Buches aber ein gewisses Grundinteresse für das Judentum voraussetzen. Ist dies aber vorhanden, fliegt man nur so durch das Buch, konsultiert ab und zu das Internet um gewisse Dinge, Traditionen oder Begriffe genauer nachzuschlagen. Es war einfach sehr spannend und einmal etwas anderes.

Der Rabbi Gabriel Klein war teilweise etwas anstrengend und ich konnte nicht zu 100 % all seine Handlungen nachvollziehen. Teilweise wirkte er dann doch etwas zu übereifrig und neugierig. Aber so im Grossen und Ganzen fand ich Gabriel Klein als Protagonisten sympathisch und interessant.

Die immer wieder kurzen Einschübe mit Hinweisen auf das alte Testament fand ich sehr passend. Und ich bin nun wirklich nicht gläubig, fand aber dass sie an diesen Stellen sehr gut gepasst haben. Ich habe mir sofort die zwei ebenfalls erschienen Krimis mit Gabriel Klein als „Ermittler“ auf die Wunschliste gesetzt. Ich möchte die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und hoffe auf viele weitere Infos aus dem jüdischen Leben in Zürich.

Fazit
Stern-NEUStern-NEUStern-NEUStern-NEU

Alfred Bodenheimer – Kains Opfer
224 Seiten (Printausgabe)/ erhältlich als Hardcover (Nagel & Kimche), Taschenbuch (Heyne) und Ebook (Nagel & Kimche)
Erschienen am 28.07.2014 bei Nagel & Kimche / Taschenbuch am 08.03.2016 bei Heyne
Gelesen wurde von mir die Taschenbuch-Ausgabe.

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