krimi

Donna Leon – Das goldene Ei

Buchbeschreibung (Quelle des Covers)
978-3-257-06891-7Commissario Brunetti ermittelt für einmal nur pro forma für seinen Vorgesetzten, Vice-Questore Patta, sondern ermittelt auf eigene Faust im Todesfall eines angeblich taubstummen, geistig zurückgebliebenen Mannes, der in der Stamm-Wäscherei seiner Frau Paola gearbeitet hat. Alles sieht nach einem Unfall aus (die bunten Schlaftabletten der Mutter, sehen Süssigkeiten sehr ähnlich) und Brunetti kann die Sorgen seiner Frau nicht ganz nachvollziehen, sich um diesen Todesfall zu kümmern und sich umzuhören. Doch je weiter er in das Leben dieses Mannes eindringt und Dinge über ihn und seine Mutter erfährt, umso mehr will er über diesen doch etwas seltsamen Todesfall erfahren.

Meine Meinung
Dieses Buch ist überhaupt nicht so, wie man sich die Brunetti-Krimis von Donna Leon gewohnt ist. Es beginnt auch schon ganz anders. Vice-Questore Patta ist in diesem Buch beinahe handzahm, Vianello und Signorina Elettra spielen sehr kleine Rollen, dafür ist Pucetti der Mann der Stunde. Die Geschichte ist eigentlich kein richtiger Krimi. Mehr handelt es sich um Recherchen um das tragische Leben des verstorbenen Mannes, der angeblich taubstumm und geistig zurückgeblieben war. Brunetti trifft bei der Befragung in der Nachbarschaft und im Umfeld des Mannes auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung. Keiner möchte über den Mann oder dessen Mutter sprechen.

Das Ende ist schockierend und lässt einen nachdenklich und sprachlos zurück. Es ist total anders als man es erwarten würde und überhaupt nicht vorhersehbar oder so, wie man es von Donna Leon gewohnt ist. Das Ende ist düster, böse und lässt einen kopfschüttelnd zurück. Trotzdem, das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn man erst einmal verdauen muss, was man gelesen hat. Zuerst plätschert das Buch einfach vor sich hin und man denkt, dass nicht gross etwas passieren könnte. Tut es eigentlich auch nicht. Es gibt keine Verfolgungsjagden, keine Schiessereien, keine beschriebenen Morde, keine Streitereien. Das Buch ist friedlich, aber gleichzeitig doch irgendwie düster. Es ist so schwierig zu beschreiben, weil ich bisher noch nie etwas derartiges von Donna Leon gelesen habe. Sagen wir es so: Es ist anders. Aber gut, sehr gut sogar. Es macht mich doch wieder neugieriger auf das neue Buch, welches im Mai erscheinen wird. Die letzten Brunettis waren doch irgendwie nicht so toll, während dieses Buch meiner Meinung nach doch wieder einiges gut gemacht hat.

5 Sterne konnte ich dem Buch dann doch nicht geben, auch wenn es mich sehr begeistert hat. Dafür war es dann doch zu anders. Trotzdem eine grosse Empfehlung, auch für Leute die sonst keine Donna Leon- oder Krimi-Leser sind. Wenn man das Buch bis zum Schluss durchliest, wird man belohnt. Man sollte sich wirklich nicht vom dahinplätschern der Handlung irritieren lassen, das gehört zu Donna Leon wie der Markusplatz zu Venedig.

Mein Fazit
Stern-NEUStern-NEUStern-NEUStern-NEU

Donna Leon – Das goldene Ei, als Buch (Hardcover) und Ebook
320 Seiten (Printausgabe)
Erschienen am 28.05.2014 bei Diogenes

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